„Ohne Auto geht's hier nicht“: Michaelismarkt-Besuchende reden beim Klimaschutz mit
Pressemitteilung der Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen e. V.
Hettstadt, 30.09.2026
Strahlende Sonne, und am Horizont drehten sich munter die Windräder. Bessere Bedingungen für Gespräche über Klimaschutz hätte es kaum geben können. Am Sonntag, 27. September, war die Allianz Waldsassengau mit einem Infostand auf dem Michaelismarkt in Neubrunn vertreten. Damit begann die Bürgerbeteiligung für das Integrierte Klimaschutzkonzept, das die elf Mitgliedsgemeinden seit April gemeinsam erarbeiten.
Drei Fragen an die Region
Drei Fragen, drei Säulen und viele bunte Bälle: Mit einem Ball pro Frage konnten die Besucherinnen und Besucher abstimmen und damit zeigen, was ihnen beim Klimaschutz wichtig ist.
- Wo soll Klimaschutz in der Region zuerst ansetzen?
- Was hält Sie davon ab, mehr fürs Klima zu tun?
- An welchen Angeboten würden Sie gerne teilnehmen?
Rund 100 Stimmen kamen zusammen. Sie helfen dabei, die wichtigsten Handlungsfelder festzulegen, Hürden gezielt abzubauen und passende Angebote zu entwickeln. Besonders erfreulich war, dass auch viele junge Leute vorbeikamen. Sie waren neugierig, gut informiert und stellten kritische Fragen.
Mobilität ist das beherrschende Thema
Bei der Frage, was vom Klimaschutz abhält, war das Ergebnis eindeutig: Mehr als die Hälfte wählte „Ohne Auto geht's hier nicht“. Auch bei der Frage, wo Klimaschutz zuerst ansetzen soll, lag das Thema „Mobilität auf dem Land“ knapp vorn. Gleichzeitig wünschen sich viele Angebote wie einen Rufbus oder ein Dorfauto. Das zeigt: Der Wille ist da, aber im ländlichen Raum fehlen oft die Alternativen zum eigenen Auto. Gerade bei diesem Thema kamen auch die Besucherinnen und Besucher untereinander lebhaft ins Gespräch.
Gemeinsam statt allein
Bei den gewünschten Angeboten lag das „Repair-Café oder Tauschbörse“ klar vorn. Danach folgten Mobilitätsangebote und die Möglichkeit, sich an Bürgerenergie oder Nahwärme zu beteiligen. Fast die Hälfte der Stimmen entfiel auf Angebote rund um Energie, von der Beratung zu Hause bis zur Förder-Sprechstunde im Rathaus. Jede siebte Person gab an, bereits genug fürs Klima zu tun. Auch das ist ein wertvoller Hinweis, denn wer schon aktiv ist, kann mit seinen Erfahrungen andere mitnehmen.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse sind keine repräsentative Umfrage, sondern ein Stimmungsbild. Sie geben aber wichtige Hinweise für den Maßnahmenkatalog des Klimaschutzkonzepts. Außerdem zeigen sie, welche Themen in der weiteren Bürgerbeteiligung eine Rolle spielen sollen. Weil die Mobilität so viele bewegt, nimmt das Klimaschutzmanagement das gerne zum Anlass, über eine Veranstaltung zu diesem Thema nachzudenken. Denkbar wäre zum Beispiel, gemeinsam mit Fachleuten zu schauen, wie Rufbus, Dorfauto oder Mitfahrangebote in anderen ländlichen Regionen funktionieren. Über kommende Veranstaltungen informiert die Allianz Waldsassengau auf allianz-waldsassengau.de und auf Instagram unter @allianzwaldsassengau.
Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben, und an die Verbraucherzentrale Bayern für die Energieberatung am Stand!
Mehr Informationen finden Sie auch auf www.allianz-waldsassengau.de oder folgen Sie der Allianz Waldsassengau (@allianzwaldsassengau) für aktuelle Informationen auf Instagram.
Bild: Stimmabgaben zum Klimaschutz ist Familiensachen. © j.popp